Hausfinanzierung – der sichere Weg ins Eigenheim

Mit der Hausfinanzierung zum sicheren Weg in die eigene Immobilie

Hausfinanzierung

Eine Hausfinanzierung ist in aller Regel die Grundvoraussetzung dafür, dass Sie zukünftig in Ihren eigenen vier Wänden wohnen können. Damit es sich um eine möglichst passende und unkomplizierte Finanzierung handelt, sind bereits im Vorfeld einer Reihe von Punkten zu beachten. Dabei geht es unter anderem darum, dass Sie zunächst einmal herausfinden, welche Immobilie sich überhaupt innerhalb Ihres Budgets befindet.

Schritt für Schritt zum eigenen Heim

Im Folgenden möchten wir anhand einiger Schritte verdeutlichen, welche Punkte Sie auf dem Weg zu Ihren eigenen vier Wänden beachten sollten. Die Anleitung ist stufenweise so aufgebaut, wie Sie auch in der Praxis vorgehen können. In erster Linie gliedert sich die Abfolge in die folgenden Stufen:

1. Budget für den Hauskauf ermitteln

2. Finanzierungsplan aufstellen (Fremd- und Eigenkapital)

3. Angebote miteinander vergleichen (lassen)

4. Günstige Zinsen langfristig sichern

5. Eventuell weitere Darlehen einbinden

6. Kreditvertrag abschließen

Stufe 1: Budget für den Hauskauf ermitteln

Bevor Sie sich überhaupt nach einer Immobilie umsehen, sollten Sie wissen, welche Kaufpreise für Sie überhaupt finanzierbar sind. Dazu ist es notwendig, dass Sie Ihre finanzielle Leistungskraft kennen. Anders ausgedrückt: Sie sollten wissen, wie viel Geld Ihnen monatlich von Ihrem Einkommen übrig bleibt, welches Sie zukünftig für die Darlehensrate verwenden können. Dazu ist es hilfreich, dass Sie eine sogenannte Einnahmen- und Ausgabenrechnung erstellen. Auf der einen Seite tragen Sie Ihr monatliches Einkommen nebst eventuell weiterer Einnahmen ein, auf der anderen Seite summieren Sie sämtliche regelmäßige Ausgaben. Dazu zählen insbesondere:

  • Lebenshaltungskosten
  • Nebenkosten
  • Internet- und Mobilfunkkosten
  • Versicherungsprämien
  • Kosten fürs Auto (Steuer, Benzin, Reparaturen)
  • Rücklagen und Sparraten
  • Darlehensraten

Die Miete müssen Sie an dieser Stelle natürlich nicht aufführen, denn diese soll zukünftig durch das Wohnen in den eigenen vier Wänden und damit die Darlehensrate ersetzt werden. Als Faustregel können Sie sich merken, dass die Kreditrate für gewöhnlich nicht mehr als 40 Prozent Ihres Nettoeinkommens betragen sollte. Noch genauer ist das Ermitteln des frei verfügbaren Einkommens, nämlich anhand der Einnahmen- und Ausgabenrechnung.

Stufe 2: Finanzierungsplan erstellen

Im zweiten Schritt geht es darum, dass Sie einen Finanzierungsplan erstellen. Dieser beinhaltet eine Aufteilung der benötigten Mittel nach Fremd- und Eigenkapital. Dabei ist es wichtig, dass Sie nicht nur den Kaufpreis der Immobilie oder die Baukosten ansetzen, sondern ebenfalls an die anfallenden Kauf- bzw. Baunebenkosten denken. Diese können nämlich gut und gerne zwischen 10 bis 20 Prozent des Kaufpreises bzw. der Baukosten ausmachen und müssen ebenfalls finanziert werden.

Wie ein solcher Finanzierungsplan in der Praxis aussehen könnte, möchten wir gerne am folgenden Beispiel verdeutlichen:

  • Kaufpreis Immobilie: 250.000 Euro
  • Kaufnebenkosten: 30.000 Euro
  • Eigenkapital: 50.000 Euro
  • Immobilienkredit: 230.000 Euro

In diesem Fall gliedert sich der Finanzierungsplan in 50.000 Euro Eigenkapital und zudem benötigen Sie 230.000 Euro Fremdkapital, um alle in Verbindung mit dem Hauskauf anfallenden Kosten abdecken zu können. Bei einer Baufinanzierung, also der Finanzierung eines Neubaus, sollten Sie zudem eventuelle Bereitstellungszinsen mit einkalkulieren.

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Stufe 3: Die Kreditangebote der Banken miteinander vergleichen

Die Hausfinanzierung auf dem sicheren Weg zu Ihrem Eigenheim sollte natürlich möglichst günstig sein. Daher ist es dringend zu empfehlen, dass Sie im nächsten Schritt die Kreditangebote der Banken miteinander vergleichen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten, die allerdings nicht alle gleichermaßen effektiv und empfehlenswert sind. Viele Kreditsuchende machen den Fehler, dass sie ausschließlich bei ihrer Hausangebot ein Darlehensangebot einholen. Dies ist deswegen nicht zu empfehlen, weil die Hausbank nur selten aktuell am Markt der günstigste Anbieter ist.

Eine weitere Option besteht darin, dass Sie sich manuell fünf, zehn oder noch mehr Kreditangebote einholen. Damit haben Sie zwar eine große Auswahl, jedoch ist dieses manuelle Einholen von Angeboten sehr arbeits- und zeitaufwändig. Daher ist auch diese Variante wenig empfehlenswert. Eine bessere Möglichkeit ist die Nutzung eines Vergleichsrechners, denn dieser gibt Ihnen zumindest einen groben Überblick über zahlreiche Angebote. Die beste Lösung ist der Vergleichsrechner aber gerade bei der Baufinanzierung nicht. Es gibt nämlich mehrere Faktoren, die einen Einfluss auf den Bauzins haben und nicht innerhalb eines Rechners ausreichend berücksichtigt werden können.

Daher ist als ideale Lösung zu empfehlen, dass Sie sich an einen erfahrenen Baufinanzierungsberater wenden. Dieser hat einen guten Marktüberblick, arbeitet in der Regel mit mehreren Hundert Kreditgebern zusammen und kann so für Sie die individuell besten Angebote finden, oftmals noch dazu mit Top-Konditionen.

Stufe 4: Kreditangebot wählen und Zinsen möglichst langfristig sichern

Nachdem Sie sich haben beraten lassen oder einen umfangreichen Vergleich durchgeführt wurde, können Sie sich im Idealfall für ein Darlehensangebot entscheiden. Dann gilt es, dass Sie insbesondere bei den folgenden Variablen die richtige Auswahl treffen:

  • Zinsbindung
  • Art des Darlehens
  • Rückzahlungsmodalitäten, insbesondere anfängliche Tilgung

Die Wahl der Zinsbindung ist aktuell von entscheidender Bedeutung. Da die Bauzinsen historisch niedrig sind, macht es definitiv Sinn, sich so lange wie möglich und damit auch die Bank an den angebotenen Bauzins zu binden. Daher gilt derzeit eine relativ klare Empfehlung, nämlich eine lange Zinsbindungsfrist zu wählen. Diese sollte mindestens 10 bis 15 Jahre betragen.

Die Wahl der anfänglichen Tilgung ist ebenfalls nicht unwichtig, denn damit legen Sie im Grunde fest, über welchen Zeitraum Sie das Darlehen insgesamt zurückzahlen werden. Bei manchen Banken können Sie zudem zwischen mehreren Immobilienkrediten wählen, insbesondere zwischen dem Annuitätendarlehen und dem Tilgungsdarlehen. Diesbezüglich lassen sich am besten von einem erfahrenen Baufinanzierungsberater informieren, welche Darlehensvariante für Sie die beste Option darstellt.

Stufe 5: Idealen Baufinanzierungsmix erstellen

Im Rahmen einer Baufinanzierung nimmt das Annuitätendarlehen in aller Regel den Hauptteil der Finanzierung ein. Allerdings muss es sich keineswegs immer nur um ein einziges Immobiliendarlehen handeln, denn häufig ist ein sogenannter Finanzierungsmix sinnvoll. Das bedeutet, dass der gesamte Fremdfinanzierungsbedarf nicht nur durch einen Immobilienkredit gedeckt wird. So kann es beispielsweise sinnvoll sein, die folgenden Darlehen nebeneinander oder zum Teil hintereinander gestaffelt in Anspruch zu nehmen:

  • Annuitätendarlehen
  • Tilgungsdarlehen
  • Endfälliges Darlehen
  • Bauspardarlehen
  • Förderanlagen

Ohnehin sind mögliche Förderdarlehen ein interessanter Aspekt, den Sie bei einer Immobilienfinanzierung nicht unberücksichtigt lassen sollten. Nicht nur die niedrigen Zinsen sind bei Förderdarlehen von Vorteil, sondern manchmal gibt es seitens des Staates auch attraktive Zuschüsse. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie zum Beispiel vorhaben, ein Energiesparhaus zu bauen.

Wenn Sie die zuvor genannten Schritte absolviert haben, ist die Chance sehr groß, dass Sie nicht nur Ihre Wunschimmobilie bewohnen können, sondern darüber hinaus die für Sie ideal passende Immobilienfinanzierung finden. Dabei helfen wir von Interhyp gerne als erfahrener Baufinanzierungsberater.

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