Sanierungskredit - möglichst clever finanzieren

Sanierungskredit

Bei der Sanierung handelt es sich meistens um eine größere Maßnahme, um den Zustand einer Immobilie oder einzelner Elemente zu verbessern oder sogar in den ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen. Da sich die Kosten oftmals sogar im fünfstelligen Bereich bewegen, ist es für viele Immobilieneigentümer notwendig, einen Sanierungskredit oder eine alternative Finanzierung in Anspruch zu nehmen.

Worum handelt es sich bei einer Sanierung?

Der Begriff Sanierung ist den meisten Menschen bekannt, jedoch wissen viele nicht, was sich dahinter eigentlich genau verbirgt. Im Allgemeinen wird dann von einer Sanierung gesprochen, wenn an oder in der Immobilie bestimmte Maßnahmen ergriffen werden, die entweder den Wert des Objektes steigern oder das Wohnen als solches verbessern. Nicht selten dienen Sanierungen dazu, den ursprünglichen Zustand einer Immobilie wieder herzustellen. Regelmäßig müssen beispielsweise Dächer erneuert werden, Fenster gehören ausgetauscht oder die Wärmedämmung von der Immobilie muss erneuert werden. Auch die Sanierung eines Bades ist ein typischer Vorgang, der meistens alle 30 bis 40 Jahre durchgeführt wird.

Welche Ziele hat die Sanierung?

Es gibt unterschiedliche Ziele, die in der Praxis mit einer Sanierung verfolgt werden. Oftmals sind bestimmte Maßnahmen schon allein deshalb notwendig, weil sich Bausubstanz und Elemente der Immobilie von Zeit zu Zeit verändern und sich der Zustand verschlechtert. Damit das Haus in seiner Gesamtheit weiterhin funktionsfähig bleibt und gut bewohnbar ist, sind manche Sanierungen notwendig. Befinden sich beispielsweise im Dach bereits kleinere Löcher oder sind einzelne Elemente nicht mehr funktionsfähig, muss dort eine Sanierung durchgeführt werden. Darüber hinaus gibt es noch weitere Ziele, die mit einer Sanierung verfolgt werden, sodass es sich insbesondere um die folgenden Gründe von Sanierungsmaßnahmen handelt:

  • Funktionsfähigkeit der Immobilie erhalten
  • Wert der Immobilie steigern
  • Wohnwert und Wohnqualität verbessern
  • Energieverbrauch reduzieren
  • für die Zukunft investieren
  • bestehende Schäden reparieren

Wann sind Sanierungsmaßnahmen konkret notwendig?

Wann eine Sanierung im Detail notwendig ist, hängt zum einen von den zuvor erläuterten Zielen ab, zum anderen aber auch davon, wann die letzte Sanierung oder Modernisierung an entsprechenden Elementen der Immobilie stattgefunden hat. Für die Kalkulation ist es daher interessant zu wissen, welche Lebensdauer einzelne Bestandteile der Immobilie im Durchschnitt haben:

  • Fenster: 40 Jahre
  • Außentüren: 30 Jahre
  • Ziegeldach: 80 Jahre
  • Betonpfannen-Dach: 65 Jahre
  • Schornsteinköpfe: 40 Jahre
  • Außenanstrich: 10 Jahre
  • Außenputz: 50 Jahre

An diesem durchschnittlichen Zahlen im Hinblick auf die Lebensdauer einzelner Elemente können Sie sich ungefähr orientieren, um daraus ableiten zu können, wann vielleicht auch in Ihrer Immobilie die nächste Sanierungsmaßnahme notwendig werden wird.

Die Sanierung finanzieren: welche Optionen existieren?

Sanierungen verursachen nicht selten Kosten, die sich zwischen 15.000 und 50.000 Euro bewegen. Spätestens ab dem mittleren fünfstelligen Bereich müssen die meisten Immobilieneigentümer zumindest einen Teil der anfallenden Kosten über einen Kredit oder anderweitig finanzieren. Generell gibt es heutzutage eine Reihe von Finanzierungsoptionen, wenn Sie Geld für eine Sanierungsmaßnahme benötigen, wie zum Beispiel:

  • Ratenkredit
  • Hypothekarkredit
  • Sanierungskredit
  • Wohnbauförderungsdarlehen
  • Crowdlending

Falls Sie eine Sanierung finanzieren möchten, ist vermutlich die eigene Hausbank die erste Anlaufstelle. Oftmals ist es möglich, den gewöhnlichen Ratenkredit zu nutzen. Allerdings gibt es meistens zinsgünstigere Alternativen, wie zum Beispiel den Immobilienkredit oder auch einen speziellen Sanierungskredit, der von nicht wenigen Banken zur Verfügung gestellt wird.

Der Vorteil eines speziellen Sanierungskredites ist insbesondere gegenüber dem gewöhnlichen Hypothekarkredit dass normalerweise keine Eintragung einer Hypothek erforderlich ist. Zudem können Sie Sanierungskredite in den meisten Fällen mit staatlichen Zuschüssen kombinieren oder auch mit Wohnbauförderungsdarlehen die seitens der österreichischen Länder vergeben werden.

Energiesparenden Maßnahmen und umweltfreundliche Sanierung als Voraussetzung

Unabhängig davon, ob Sie sich für ein spezielles Förderprogramm der Länder entscheiden oder eine anderweitige Förderung im Zusammenhang mit einer anstehenden Sanierung anstreben, sind einige Voraussetzungen zu erfüllen. Meistens besteht eine wichtige Grundlage für die Förderung darin, dass mittels der Sanierung energetische Verbesserungen einer Immobilie vorgenommen werden. Entweder verbraucht das Haus nach der Sanierung weniger Energie oder es werden Elemente installiert, die umweltfreundlichere Energien nutzen, wie zum Beispiel eine Solaranlage oder eine Geothermie-Heizung.

Über die einzelnen Voraussetzungen, um die entsprechende Förderung in Anspruch nehmen zu können, sollten Sie sich stets im Detail bei dem jeweiligen Ansprechpartner und Anbieter informieren.