Interhyp in der Presse

Aussicht auf Corona-Impfstoff könnte Immobilienzinsen in Österreich steigen lassen

Interhyp empfiehlt Kunden, niedriges Zinsniveau zu sichern

  • Zinsen für Immobilienkredite bewegten sich zuletzt fast auf Rekordtief
  • Erstmals in der Geschichte einer 20-jährigen österreichischen Anleihe war diese Anfang November mit negativen Zinsen belegt.
  • Häuslebauer profitieren noch: Immobilienkreditzinsen bei Bestanbietern derzeit unter 0,4% variabel (effektiv 0,7%), 0,6% nominaler Fixzinssatz für 10 Jahre (effektiv 0,9%) - Laufzeit jeweils 30 Jahre, Kreditbetrag 200.000 EUR

(Wien, 11. November 2020) Die Hoffnung auf einen wirksamen Corona-Impfstoff könnte Impulse für steigende Zinsen bei Immobilienkrediten setzen. Zu dieser Einschätzung kommt die Interhyp AG, Österreichs innovativ Vermittler für private Wohnbaufinanzierungen. Nachdem die Börsen Anfang der Woche bereits mit Kurssprüngen reagiert haben, zeigten auch die Anleihemärkte steigende Renditen. "Die Notenbanken haben ihre Geldpolitik wegen der Corona-Pandemie zuletzt deutlich gelockert. Gleichzeitig hatten Investoren sichere Anlagen wie Staatsanleihen und Pfandbriefe gesucht, deren Renditen in der Folge gesunken sind. Die Hoffnung auf einen Impfstoff könnte die Einschätzungen verändern. Ein Anstieg der Anleiherenditen und in der Folge steigende Immobilienzinsen werden wahrscheinlicher", sagt Mirjam Mohr, Vorständin der Interhyp AG.

Die Renditen von Anleihen und Pfandbriefen sind ein Maß für die Finanzierungsbedingungen der Banken. Daher orientiert sich die Entwicklung der Immobilienkreditzinsen an den Anleiherenditen. Die Renditen der zehnjährigen österreichischen Staatsanleihen verzeichnen bereits ein deutliches Plus. Im Interhyp-Wohnkreditzins-Trendbarometer, einer monatlichen Umfrage unter zehn deutschen und zwei österreichischen Kreditinstituten, hatten die befragten Experten in den vergangenen Wochen höhere Zinsen auch von der Verfügbarkeit eines Impfstoffes abhängig gemacht. Wie die Auswertung der Angebote von mehr als 40 österreichischen Banken zeigt, liegen die Konditionen für zehnjährige Fixzinsdarlehen bei 30-jähriger Laufzeit und einem Kreditbetrag von 200.000 EUR im Mittel bei 0,8 Prozent nominal (effektiv 1,1%), Bestzinssätze bei 0,6 Prozent (effektiv 0,9%) sind möglich.

"Wer sein Traumobjekt gefunden hat, sollte nicht auf noch niedrigere Konditionen spekulieren, sondern die Finanzierung ruhig festzurren und die Zinsen möglichst langfristig sichern", rät Mohr. Bereits ein Zinsanstieg um wenige Zehntel-Prozentpunkte könne ein Immobiliendarlehen durch die lange Laufzeit und die Kredithöhe um mehrere tausend Euro verteuern. Zu einem übereilten Kauf bestehe dennoch kein Anlass. "Ein Immobilienkauf und die zugehörige Baufinanzierung sollten immer wohl überlegt sein", so Mohr. "Ausreichend Zeit für eine gut abgewogene Kaufentscheidung sowie für einen umfassenden Zinsvergleich sollten sich Interessenten auf jeden Fall nehmen."

Die meisten der Anfang des Monats befragten Experten erwarten allerdings auch auf Halbjahres- und Jahressicht weiterhin eher gleichbleibende Zinsniveaus. Im historischen Kontext hohe Zinsen sind laut Interhyp auch in den nächsten Wochen und Monaten nicht zu erwarten. Dagegen sprechen die weiterhin niedrige Inflation sowie die weltweiten konjunkturellen Auswirkungen des ersten und zweiten Lockdowns inklusive der immensen Verschuldung. Auch Themen wie der Brexit oder die mögliche Neuausrichtung der Handelsbeziehungen nach der US-Wahl werden die Märkte weiterhin prägen.

"Wer im ausklingenden Jahr einen Immobilienkredit benötigt, kann sehr günstige Finanzierungsbedingungen für sein Vorhaben nutzen. Die heutigen Zinssätze liegen oft nur bei einem Fünftel oder Sechstel der zum Beispiel vor zehn Jahren üblichen Konditionen", sagt Andreas Luschnig, Leiter der Interhyp-Niederlassung in Wien.

Die Hoffnung auf einen Impfstoff wird zu einer Neubewertung der Situation an den Märkten führen. Die Nachfrage nach österreichischen Staatsanleihen war in den vergangenen Wochen zuletzt anhaltend hoch, wodurch die Renditen im deutlichen Minus-Bereich verharrten. Investoren suchten laut Interhyp anhaltend nach Sicherheit. Hierbei gilt Österreich als wirtschaftlich äußerst stabil: Erst vergangene Woche wurde die 20-jährige Staatsanleihe für 690 Millionen Euro aufgestockt und hat nun ein Gesamtvolumen von mehr als drei Milliarden Euro erreicht. Erstmals in der Geschichte einer 20-jährigen österreichischen Anleihe war diese mit negativen Zinsen von 0,094 Prozent belegt. Das wirkte sich positiv auch auf Zinsen für Immobilienkredite aus. Sollten die Renditen nun aber nachhaltiger steigen, wird das die Zinsen für Immobilienkredite auf niedrigem Niveau steigen lassen.

Interhyp rät Kreditnehmern, das niedrige Zinsniveau für eine schnelle Entschuldung zu nutzen, wobei hohe Anfangstilgungen helfen. Die Nachfrage nach Immobilien und Finanzierungen bei Interhyp Österreich hat sich auch in den Monaten der Pandemie weiterhin auf hohem Niveau bewegt: "Wer noch vor dem Jahreswechsel vom Mieter zum Eigentümer werden möchte, sollte jetzt das Gespräch mit einem Spezialisten suchen", so Luschnig.