Häuser aus Zwangsversteigerung - günstige Immobilien ersteigern

Haus aus Zwangsversteigerung

Eine Möglichkeit, den steigenden Immobilienpreisen zumindest teilweise zu eingehen, besteht darin, entsprechende Objekte aus einer Zwangsversteigerung heraus zu erwerben. Mehrere Tausend solcher Versteigerungen gibt es auch in Österreich jährlich, sodass potentielle Käufer die Möglichkeit haben, Immobilien teilweise mit etwas Glück zum halben Preis im Vergleich zum aktuellen Verkehrswert zu erwerben. Was Sie bei einer solchen Zwangsversteigerung beachten sollten, erfahren Sie in unserem folgenden Beitrag.

Das sollten Sie bei einer Zwangsversteigerung beachten: ein Überblick

Es gibt eine Reihe von Punkten, die Sie beachten sollten, falls Sie Objekte aus einer Zwangsversteigerung heraus erwerben möchten. Immerhin entscheiden Sie sich damit gleichzeitig für eine hohe Ausgabe, die meistens oberhalb der 100.000 Euro Grenze liegt. Damit die Zwangsversteigerung und die damit verbundene Immobilie keine bösen Überraschungen nach sich ziehen, sollten Sie unter anderem auf die folgenden Punkte achten:

  • Möglichst viele Informationen über das Objekt einholen
  • Aktuelle Nutzung der Immobilie klären
  • Objektbesichtigung durchführen
  • Hauptgläubiger kontaktieren
  • Immobilienfinanzierung vorab klären
  • Nebenkosten mit einplanen beim Bieten
  • Zuvor Versteigerungen besuchen, um die Abläufe kennen zu lernen

Warum diese Punkte wichtig sind und wie sie dabei helfen können, bei einer Zwangsversteigerung möglichst erfolgreich zu sein, möchten wir Ihnen im Detail etwas näher erläutern.

Nutzen Sie möglichst viele Informationsquellen

Am wichtigsten ist es sicherlich, dass Sie sich möglichst umfassend zu den Objekten informieren, die im Rahmen der Zwangsversteigerung angeboten werden. Umso mehr Information Sie haben, desto besser können Sie beurteilen, zu welchem Preis Sie auf der Versteigerung mitbieten möchten. Das Besondere besteht nämlich bei der Zwangsversteigerung darin, dass Sie die Immobilie faktisch wie gesehen kaufen. Anders ausgedrückt: Sollten sich im Nachhinein Mängel herausstellen, haftet weder der Versteigerer noch der vorherige Immobilieneigentümer dafür, es sei denn, es sind Rechtsverstöße festzustellen.

Es gibt in dem Zusammenhang diverse Informationsquellen, die Sie in Anspruch nehmen können, um möglichst viele Informationen über das Objekt zu finden, insbesondere:

  • Versteigerungsakte
  • Objektzustand
  • Ertrags-Informationen
  • Grundbuchauszug

Nutzungsart und Objektbesichtigung

Zu den ebenfalls wichtigen Informationen, die Sie zu Objekten aus einer Zwangsversteigerung kennen sollten, zählt die bisherige Nutzungsart. In aller Regel gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder, der bisherige Eigentümer wohnt selbst in dem Objekt, sodass es sich um eine Eigennutzung handelt. Die zweite Variante besteht darin, dass die Wohnung oder das Haus vermietet sind. In diesem Fall wird es etwas schwieriger, denn dann müssen Sie eine Kündigung vornehmen bzw. ein Sonderkündigungsrecht nutzen und Eigenbedarf anmelden.

Bevor Sie sich auf einer Zwangsversteigerung für eine Immobilie entscheiden, sollten Sie das Objekt vorher unbedingt besichtigen. Wenn Sie sich selbst in diesem Bereich nicht auskennen und weder den Zustand des Hauses noch dessen Wert einschätzen können, ist es definitiv empfehlenswert, einen Sachverständigen mitzunehmen oder zu beauftragen. Das kostet in der Regel 500 bis 1.000 Euro, ist allerdings auf jeden Fall sinnvoll. So ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eventuelle Mängel entdeckt werden und tatsächlich ein fairer Verkaufs- bzw. Versteigerungspreis ermittelt werden kann.

Informieren Sie sich zur Immobilienfinanzierung

Bevor Sie daran denken, auf einer Zwangsversteigerung mitzuwirken, sollten Sie Gewissheit haben, dass Sie den gewünschten Betrag überhaupt von Ihrer Bank oder einem anderen Kreditinstitut bekommen. Dabei gilt es, im Vorhinein abzuklopfen, ob der Kreditgeber dazu bereit ist, die Summe X als Immobiliendarlehen zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus sollten Sie in einem Gespräch weitere Details der möglichen Immobilienfinanzierung abklären, wie zum Beispiel:

Zinssatz

Fixzinsbindung

Kreditlaufzeit

Sondertilgungsoptionen

Nebenkosten beim Bieten mit einkalkulieren

Eine Frage, die Sie möglichst vor der Teilnahme an einer Zwangsversteigerung beantworten können sollten, ist die Summe, die Sie maximal anbieten möchten. In dem Zusammenhang sollten Sie allerdings nicht den Fehler machen, sich ausschließlich an dem Wert der Immobilie bzw. an dem Bietbetrag zu orientieren, den Sie letztendlich auf der Zwangsversteigerung zahlen müssen. Hinzu kommen nämlich bei jedem Erwerb einer Immobilie Nebenkosten, die einen nicht unerheblichen Anteil der Gesamtsumme ausmachen können. Je nachdem, in welcher Stadt oder Region sich die Immobilie befindet und ob zum Beispiel ein Makler zwischengeschaltet ist, können sich die Kaufnebenkosten durchaus auf 8 bis 15 Prozent belaufen.

Vorbereitung: Nehmen Sie vorher an anderen Zwangsversteigerungen Teil

Auch bei einer möglichen Teilnahme an einer Zwangsversteigerung lautet eine Devise: „Learning by doing“. Damit ist gemeint, dass Sie zuvor bereits andere Zwangsversteigerungen besuchen sollten, auch wenn Sie an der entsprechenden Immobilie kein Interesse haben. Es geht dabei schlichtweg darum, sich mit den Abläufen vertraut zu machen und die gesamte Atmosphäre kennen zu lernen. So wäre es beispielsweise fatal, wenn Sie nicht die Regel kennen würden, dass Sie mit dem Anheben Ihres Arms und dem Zeigen der entsprechenden Bieter-Nummer ein verbindliches Angebot abgeben, von dem Sie normalerweise nicht mehr zurücktreten dürfen.

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